Digitalisierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, davon ist Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves von der Universität Siegen überzeugt. Niehaves hat mit seinem Team eine Studie zu "Digitalisierungsstrategien für Kommunen" veröffentlicht, aus der er beim Lerncluster berichtete. Das Thema Digitalisierung sei für die Kommunen ein wichtiges Thema. Besonders wichtig für einen geligenden Digitalisierungsprozess sind für ihn Kompetenzen sowohl bei den Führungskräften als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aber auch die ressortübergreifende Zusammenarbeit und die Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren von trage maßgeblich zum Erfolg bei. Niehaves betonte, dass Digitalisierung bedeuten müsse, nicht nur Dinge anders, digital zu machen, sondern sie müsse einen Mehrwert für die Menschen haben. In der Studie wurde Bildung als zweitwichtigstes Handlungsfeld beim Thema Digitalisierung in Kommunen identifziert. Niehaves sieht darin ein große Chance für die Bildungsakteure und ermutigt, Idee zu entwickeln und diese auch als Expertinnen und Experten aus ihrem Bereich zu äußern.

Birgit Giering von den Medienberatung NRW schloss in ihrem Vortrag daran an: Man könne Digitalisierung kritische sehen, es ändere aber nichts daran, dass sie komme. Sie berichtete, wie Digitalisierung das Lernen unterstützen kann, wo die Grenzen sind und nannte Beispiele zum Einsatz von Social Media. Darüber hinaus erklärte sie, welche Angebote und Hilfen die Medienberatung bietet.

Im Anschluss an die Inputs hatten die Kommunen Gelegenheit, sich über die eigenen kommunalen Digitalisierungsstrategien auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.